SecuSite AI – Sicherheit für KRITIS

KI ermöglicht die Überwachung auch besonders großer kritischer Infrastrukturen wie Flughäfen oder Kraftwerke.

SecuSite AI: KI-gestützte Sicherheit für kritische Infrastrukturen

Sicherheit neu denken – mit intelligenter Videoanalyse

Ein Gasspeicher, ein Umspannwerk oder ein Hafen: große Flächen, schwer zu sichern, zunehmend im Fokus potenzieller Angriffe. Klassische Videoüberwachung stößt hier schnell an Grenzen. Es gibt zu viele Bilder, zu wenig Kontext und zu viel manuelle Auswertung. Gleichzeitig aber steigen die Anforderungen. Genau hier setzt SecuSite AI, die KI-basierte Sicherheitsplattform von Materna, an. 

Digitale Logistik als strategischer Faktor

Ein weißer Transporter steht über Stunden am Zaun eines Gasspeichers. Zwei Männer in Anoraks mit der Aufschrift „Untere Wasserbehörde“ fotografieren offenbar technische Einrichtungen. Anwohner werden misstrauisch, die Polizei leitet Ermittlungen ein – ohne Ergebnis. So geschehen im Jahr 2025 im mecklenburgischen Kraak. Vorfälle wie dieser zeigen, wie konkret die Bedrohungslage inzwischen ist. Ausspähversuche, Sabotageverdacht und hybride Gefährdungen richten sich zunehmend gegen Energieanlagen, Pipelines, militärisch relevante Standorte und andere sensible Infrastrukturen. 

Gasspeicher, Umspannwerke, Chemiewerke, Häfen, Wind- und Solarparks oder militärische Liegenschaften haben eines gemeinsam: Es handelt sich um große Flächen mit sensibler Infrastruktur. Sie sind häufig durch Zäune begrenzt, manchmal auch durch natürliche Barrieren wie Küsten, Flüsse oder topografisch schwer zugängliche Randlagen. Doch selbst dort, wo eine Umfriedung vorhanden ist, lassen sich große Areale personell kaum lückenlos überwachen. Genau deshalb braucht es Sicherheitssysteme, die die menschliche Aufmerksamkeit wirksam ergänzen. 

Voraussetzung für den Einsatz von SecuSite AI ist eine digitale Kamerainfrastruktur mit IP-basierten Videodaten und RTSP-Streams (das Real-Time Streaming Protocol ermöglicht den Zugriff auf IP-Kameras über das Web). Die KI-basierte Sicherheitsplattform nutzt diese bestehende digitale Überwachungstechnik als Grundlage für eine intelligente, skalierbare Sicherheitsarchitektur. 

Materna bindet die SecuSite AI tief in vorhandene IT- und Sicherheitslandschaften ein. Ein erkannter Vorfall endet somit nicht mit einer simplen Warnmeldung auf einem Monitor oder einer schrillenden Alarmglocke. Vielmehr erfolgt die Meldung im richtigen operativen Kontext von der automatisierten Ereigniserkennung über die Übergabe an bestehende Leitstellen- oder Ticket-Systeme bis hin zur Meldung an einen Sicherheitsdienst und zur revisionssicheren Dokumentation. Die dafür nötige tiefe Systemintegration ist ein Alleinstellungsmerkmal, weil sie genau an Maternas Kerndomäne anschließt: komplexe IT-Systeme so zu verbinden, dass aus Einzeldaten hilfreiche Prozesse werden. 

Mehr als Objektschutz: Prozess- und Betriebssicherheit

Leistungsstarke NVIDIA-Technologie ermöglicht dabei eine ganzheitliche Betriebsüberwachung und geht weit über die klassische Perimetersicherung hinaus. So kann die KI beispielsweise auch Anomalien identifizieren oder anhand von Bewegungsmustern gesundheitliche Probleme erkennen, die beispielsweise auf Leckagen in chemischen Anlagen schließen lassen. 

Für Betreiber bedeutet das: Echtzeit-Analyse großer Videodatenmengen, hohe Skalierbarkeit für komplexe Liegenschaften, kurze Reaktionszeiten und industrieerprobte GPU-Performance. Gerade im KRITIS-Umfeld ist diese Kombination entscheidend. Sicherheitssysteme müssen jederzeit zuverlässig, latenzarm und hochverfügbar arbeiten. 

Sicherheitsregeln per natürlicher Sprache definieren 

Die Definition, welches Verhalten oder welche Vorfälle als sicherheitsrelevant gelten, erfolgt dabei in natürlicher Sprache. SecuSite AI verarbeitet nicht nur starre Regeln, sondern kontextbezogene Beschreibungen wie: „Melde Fahrzeuge, die sich wiederholt langsam entlang des Außenzauns bewegen“, „Informiere mich, wenn sich eine Person außerhalb der regulären Schichtzeiten in Zone C aufhält“ oder „Erkenne, wenn jemand mehrfach an unterschiedlichen Zugangspunkten auftaucht“. Die Plattform analysiert daraufhin das Bildgeschehen und beschreibt erkannte Auffälligkeiten in genau diesem definierten Kontext. Das macht Videoüberwachung deutlich präziser und zugleich flexibler. 

Herkömmliche Videoüberwachung arbeitet häufig nach festen Regeln und Bewegungserkennung. Das führt zu hohen Fehlalarmquoten, etwa durch Tiere, Schatten oder Witterungseinflüsse. Maternas Plattform hingegen analysiert Szenen kontextuell. Die KI erkennt, was im jeweiligen Umfeld als normal gilt und was nicht. Das Ergebnis: mehr Sicherheit bei gleichzeitig geringerer Belastung der Leitstellen.  

Das gilt nicht nur für Personen und Fahrzeuge am Boden. Mit entsprechendem Training der KI und bei vorhandener Hardware kann die Plattform auch Drohnen erkennen. Mehr noch: Sie kann – entsprechendes Training vorausgesetzt – Muster in Flugbewegungen unterscheiden und etwa bewerten, ob es sich um einen zufälligen Überflug handelt oder um regelmäßige, gezielte Annäherungen an sensible Bereiche. Gerade für Betreiber kritischer Infrastruktur ist das relevant. Denn die optische Überwachung des Bodens allein reicht längst nicht mehr aus, wenn Ausspähung und Störung auch aus der Luft erfolgen können.

Datensouveränität und flexible Betriebsmodelle

Gerade im Umfeld kritischer Infrastrukturen ist Datenschutz nicht optional. Aus diesem Grund können die Videodaten wahlweise vor Ort direkt On-Edge, On-Premises oder in der Cloud verarbeitet werden. Das gewährleistet die Einhaltung regulatorischer Vorgaben, minimiert Angriffsflächen, sichert höchste Performance ohne Cloud-Latenzen und schafft volle Kontrolle über die Datenverarbeitung. Damit lässt sich SecuSite AI passgenau an Sicherheitsanforderungen, Compliance-Vorgaben und bestehende IT-Strategien anpassen. 

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