Plattform Analysis and Information System (PLAIN)

Einordnung der Plattform PLAIN (Plattform Analysis and Information System) und die Rolle von Materna als zertifizierter Ökosystem-Dienstleister

Datenprodukte wiederverwenden, statt parallel entwickeln

Wie PLAIN die Zusammenarbeit im Bund erleichtert – mit Materna als Umsetzungspartner

Die Ökosystem-Plattform PLAIN (Plattform Analysis and Information System) schafft die Voraussetzungen, damit Bundesressorts und nachgeordnete Behörden Datenprodukte nicht jedes Mal neu erfinden müssen, sondern schneller von der Idee in die Umsetzung kommen. Entscheidend ist dabei die Wiederverwendung: Wenn Datenpipelines, Dashboards oder Analysebausteine so gebaut sind, dass andere Organisationseinheiten sie adaptieren können, entsteht ein echter Skaleneffekt im Bund. Genau hier setzt Materna als zertifizierter PLAIN-Ökosystem-Dienstleister an. Materna unterstützt beim Scoping der fachlichen Fragestellung, beim Aufbau belastbarer Datenpipelines und bei der Umsetzung von Use Cases bis hin zur Produktivsetzung und zur Bereitstellung wiederverwendbarer Artefakte im Ökosystem. 

PLAIN (Plattform Analysis and Information System) ist eine Datenanalyse- und KI-Plattform als Managed Service. Sie wurde im Umfeld des Auswärtigen Amts initiiert; Aufbau und Betrieb liegen bei der Bundesdruckerei im Auftrag des Auswärtigen Amts. Ziel ist es, der Verwaltung leistungsstarke und souveräne Datenanalysen etwa für politische Entscheidungsprozesse zu ermöglichen. Hierfür werden digital souveräne und sichere Arbeitsmittel zentral zur Verfügung gestellt. Technisch niederschwellig können auf diese Weise beispielsweise eine große Bandbreite an Datenquellen – von frei verfügbaren Informationen (z. B. Internet und soziale Dienste) über eingestufte Verwaltungsdaten bis hin zu professionellen Informationsanbietern – effizient angebunden, ausgewertet und daraus verwertbare Ergebnisse abgeleitet werden, etwa für Lagebeurteilungen oder die Krisenvorbereitung. 

So funktioniert PLAIN: Baukasten statt Eigenbau 

Der Kern von PLAIN ist ein vorintegrierter „Baukasten“: Bedarfsträger wählen aus einem Servicekatalog die Bausteine, die sie für ihr Vorhaben brauchen, etwa Datenablage, Entwicklungs- und Programmierumgebungen oder Visualisierung. „Bildlich gesprochen stellt PLAIN damit „Pinsel und Farben“ bereit. Was gemalt wird – also welcher Use Case entsteht, welche Daten fließen ein und wie das fertige Datenprodukt aussieht – entscheidet die jeweilige Organisation selbst“, erläutert Dr. Marco Kremer, Competence Center Leiter Data Engineering und Data Management bei Materna. Weil die Komponenten vorbereitet sind und sich automatisiert bereitstellen lassen, sinken Integrations- und Betriebsaufwände spürbar. So bleibt mehr Zeit für die fachliche Arbeit und den schnellen Weg zum produktiven Ergebnis. 

Wer profitiert und wofür lässt sich PLAIN nutzen? 

  • Ressorts, Behörden und nachgeordnete Bereiche profitieren von einer gemeinsamen, skalierfähigen Plattformbasis, die sich schrittweise auf weitere Organisationen ausrollen lässt. 

  • Datenlabore erhalten eine belastbare Startumgebung, um Datenpipelines, Analysen, Dashboards und KI-Funktionalitäten schnell aufzusetzen. 

  • Entscheider:innen profitieren indirekt, weil Datenprodukte, z. B. Lagebilder, Kartenanwendungen, Dashboards oder KI-Assistenzfunktionen, schneller entstehen und in Arbeitsprozessen dauerhaft genutzt werden können. 

Ökosystem und „Schaufenster“: Lösungen sichtbar machen und wiederverwenden 

PLAIN versteht sich auch als Ökosystem: Umgesetzte Lösungen können in einem „Schaufenster“ sichtbar werden und anderen Organisationen als Blaupause dienen. Perspektivisch ist zudem eine gemeinsame Registry vorgesehen, über die wiederverwendbare Artefakte bereitgestellt werden könnten. Ziel: weniger Doppelarbeit und ein schnellerer Weg von der Idee zur skalierbaren Lösung (unter Berücksichtigung fachlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen). 

Materna und PLAIN: zertifizierter Umsetzungspartner 

Materna ist im PLAIN-Ökosystem als zertifizierter Dienstleister gelistet und unterstützt Bedarfsträger dabei, ihre Daten- und KI-Vorhaben auf PLAIN zu realisieren – von der Konkretisierung des Use Cases über den Aufbau von Datenpipelines bis zur Umsetzung eines nutzbaren Datenprodukts. „Maternas Stärke liegt in Beratung, Integration und Delivery auf der bereitgestellten Managed-Service-Infrastruktur. Wir stellen auch gerne einen Demo-Zugang im Ökosystem bereit“, sagt Dr. Marco Kremer. 

  • Einstieg und Orientierung: Potenzialanalyse, Use-Case-Workshop und Auswahl der passenden Plattformbausteine. 

  • Umsetzung: Datenanbindung, Pipeline-Engineering, Analytics/Visualisierung und KI-Integration – mit Fokus auf ein konkretes Datenprodukt. 

  • Skalierung und Verstetigung: Übergabe in Organisation bzw. Datenlabore, Governance sowie Unterstützung bei Wiederverwendungsansätzen 

Was heißt das für Bedarfsträger? 

Wer ein Datenlabor aufbaut oder Daten- und KI-Initiativen aus der Konzeptphase in die Umsetzung bringen will, findet in PLAIN eine attraktive Basis: Die Plattform nimmt viel Infrastruktur- und Integrationsarbeit ab, ist für die Verarbeitung von eingestuften Daten ausgelegt und beschleunigt den Weg zum produktiven Ergebnis. Materna unterstützt dabei, geeignete Use Cases zu priorisieren, den Pilot sauber aufzusetzen und die Lösung so zu bauen, dass sie in der Linie weiterbetrieben und skaliert werden kann. 

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