Versicherungen? Klingt nach dicken Aktenordnern, Beratungsgesprächen bei Filterkaffee und einer Zielgruppe, die sich seit Jahrzehnten nicht verändert hat. Doch diese Zeiten sind vorbei. Eine neue Generation drängt in den Markt – digital, kritisch, ungeduldig: die Generation Z. Und sie bringt alles durcheinander.
Die GenZ ist permanent online, lebt mobil und lässt sich nicht gerne sagen, was sie tun soll. Wenn sie sich überhaupt mit Versicherungen beschäftigt, dann auf dem Smartphone – schnell, intuitiv, am liebsten ohne Hilfe, wie beim Online-Shopping. Persönliche Beratung? Nur, wenn wirklich nötig. Das Vertrauen holen sich junge Leute eher bei anderen Usern auf Social Media oder auf Vergleichsportalen.
Und hier beginnt das Dilemma der Branche: Denn obwohl 87 % der GenZ finanzielle Sicherheit für wichtig halten, sinkt ausgerechnet bei ihnen die Abschlussquote klassischer Produkte wie Lebensversicherungen. Das Misstrauen ist groß, die Produkte zu kompliziert, die Sprache zu kryptisch. Wer heute nicht verständlich, transparent und mobil kommuniziert, verliert den Anschluss und eine ganze Kundengeneration.
Materna entwickelt gemeinsam mit Versicherern neue Wege, wie digitale Angebote aussehen müssen, um diese Zielgruppe nicht nur zu erreichen, sondern auch zu überzeugen. Drei konkrete Beispiele zeigen, worauf es ankommt:
Die Tools sind längst da: generative KI, Self-Service-Portale, mobile Prozesse. Was fehlt, ist der mutige Perspektivwechsel. Wer junge Menschen erreichen will, muss ihre Sprache sprechen und ihre Welt verstehen.
Das bedeutet: Weg von Altlasten, hin zu klarer Usability. Weg von Produktzentrierung, hin zur echten Customer Experience. Versicherungen dürfen keine Hindernisparcours mehr sein, sondern müssen sich anfühlen wie ein guter digitaler Service: leicht verständlich, immer verfügbar, nützlich.
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