Intelligente Verwaltung: KI beim ITZBund

Mehr Effizienz in der Verwaltung dank KI

Wie Materna und das ITZBund gemeinsam KI in den Behördenalltag bringen

Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung schreitet voran. Schnittstellen und KI-basierte Lösungen helfen dabei, Formulare und Fachverfahren zu automatisieren. Das Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) spielt dabei eine Schlüsselrolle: Es verantwortet zentrale IT-Dienste des Bundes und treibt die Modernisierung der Verwaltungslandschaft maßgeblich voran. Gemeinsam mit Materna entstehen dort Lösungen, die Innovation und Verwaltungspraxis sicher, souverän und menschenzentriert miteinander verbinden. 

Neue Anforderungen an eine moderne Verwaltung 

Als zentraler IT-Dienstleister der Bundesverwaltung betreibt das ITZBund Fachverfahren, Infrastruktur und Anwendungen für Ministerien, Behörden und Einrichtungen. Es ist das digitale Rückgrat, das täglich Millionen von Prozessen in deutschen Behörden stützt. 

Allerdings verändern sich die Anforderungen rasant: Bürger:innen erwarten einfache digitale Services, in der Verwaltung fehlen Fachkräfte, rechtliche Vorgaben wie der Onlinezugangsgesetz-Umsetzungspakt setzen ambitionierte Fristen. Gleichzeitig wächst der Druck, Daten sicher und souverän zu verarbeiten. Ohne KI wird das nicht funktionieren. 

Doch in einem solchen hochsensiblen Umfeld KI einzusetzen, ist eine Herausforderung und verlangt nicht nur technisches Können, sondern auch tiefes Verständnis für Datenschutz, IT-Sicherheit und Governance. Jedes Modell, jeder Algorithmus muss nachvollziehbar agieren, jede Schnittstelle den höchsten Sicherheitsanforderungen genügen. 

Was das konkret bedeutet, veranschaulicht KIPITZ, die interne KI-Plattform des ITZBund. KIPITZ ist die zentrale Infrastruktur für den sicheren, einheitlichen und skalierbaren Einsatz von KI und stellt Anwendungen für verschiedene Fachverfahren bereit. 

Mehr Effizienz in der Verwaltung dank KI 

Bislang etwa war das Formular-Management-System (FMS) des Bundes durch seine regelbasierten Prozesse eine Fehlerquelle. Sprache und Struktur der Formulare sind komplex und für Bürger:innen oftmals schwer zu verstehen. 

Dadurch kam es häufig zu Rückfragen und Verzögerungen im Bearbeitungsprozess. 

Mit einer Eigenentwicklung gelang es Materna nun jedoch, KIPITZ an das FMS anzubinden. Das Ergebnis: Anträge und Verwaltungsprozesse können nun KI-unterstützt abewickelt werden. Bürger:innen können sich künftig Texte in Leichter Sprache anzeigen lassen, automatisierte Ausfüllhilfen nutzen oder ihre Angaben plausibilisieren lassen, ohne das Formular verlassen zu müssen. Damit wird künstliche Intelligenz erstmals direkt im Verwaltungsprozess nutzbar.  

Beide Seiten profitieren, denn wenn beim Ausfüllen von Formularen weniger Fehler gemacht werden, gibt es anschließend weniger Nachfragen, falsche Bescheide oder Widerspruchsverfahren – kurzum: Verwaltung wird schneller und besser. Für das ITZBund wiederum bedeutet das effizientere Verfahren und eine deutlich bessere Auslastung bestehender Systeme. 

„Mit der Verbindung von KI und dem Formular-Management-System führen wir zwei leistungsstarke Technologien zusammen, die sich gegenseitig ergänzen und gemeinsam für spürbare Fortschritte sorgen“, erklärt Johannes Rosenboom, Leiter Sales, Marketing und Business Development im Ressort Public Sector bei Materna. „Gerade in Zeiten des demografischen Wandels und wachsender Serviceerwartungen ist diese Lösung ein Gamechanger: Sie beschleunigt Verwaltungsprozesse und sorgt für eine moderne Nutzererfahrung – intern wie extern“, so Rosenboom weiter. 

KI hilft bei der Softwareentwicklung 

Doch nicht nur im unmittelbaren Kontakt mit den Bürger:innen soll KI für schnellere Prozesse sorgen. Auch im Backend tut sich was. Parallel zur FMS-Integration richtet ein weiteres Gemeinschaftsprojekt den Blick in die Zukunft: das Pilotprojekt zur KI-gestützten Softwareentwicklung, gemeinsam mit Nvidia. 

Hier testen Materna, das ITZBund und der US-Technologiekonzern, wie generative KI Entwickler:innen etwa beim Schreiben, Testen und Dokumentieren von Code unterstützen kann. Ziel ist es, Entwicklungsprozesse im Bundesumfeld zu beschleunigen, ohne Kompromisse bei Sicherheit oder Qualität einzugehen. 

Materna bringt in dieses Projekt seine Expertise in der KI-gestützten Fachverfahrensentwicklung ein, während Nvidia leistungsfähige Hardware und KI-Module liefert. Das ITZBund wiederum stellt die Infrastruktur und sorgt für die sichere Integration. 

„Damit öffnet sich ein neues Kapitel für die IT des Bundes – von der Automatisierung einzelner Aufgaben hin zu intelligenten, vernetzten Systemen“, 

sagt Thomas Feld, Vice President Data Economics bei Materna. Unternehmensprozesse seien zwar in vielen Fällen schon früh digitalisiert worden, doch nun stehe die IT-Organisation vor der umfassenden Aufgabe, die Anwendungslandschaften zu modernisieren und KI in die Anwendung zu bringen. „Jetzt wird in Zusammenarbeit mit Materna KI sogar in Softwareentwicklungsprozessen eingesetzt“, ergänzt Feld. 

Das Ergebnis: ein souveränes KI-Ökosystem, das den öffentlichen Sektor produktiver macht und gleichzeitig die Kontrolle über alle Daten wahrt. 

Maternas Rolle: Technologie, Vertrauen, Verlässlichkeit 

Für Materna ist die Zusammenarbeit mit dem ITZBund ein Paradebeispiel für die eigene Strategie, Innovation und Souveränität zu vereinen. Das Unternehmen agiert dabei als Brückenbauer zwischen Technologie, Organisation und Gesellschaft. 

„KI soll in der Verwaltung nicht ersetzen, sondern befähigen“, 

betont Michael Hagedorn, CEO der Materna SE.

 „Sie hilft, die Menschen zu entlasten, die tagtäglich dafür sorgen, dass der Staat funktioniert. Und sie schafft Freiraum für das, was wirklich zählt: besseren Service für Bürger:innen.“ 

Beim Start des Pilotprojekts zur KI-unterstützten Softwareentwicklung (v. l. n. r.): NVIDIA-Partnermanager Oliver Funk, Jens Gehres, Abteilungsleiter im ITZBund, Christine Serrette, technische Vizedirektorin des ITZBund, Materna-CEO Michael Hagedorn und Materna-Vice President Thomas Feld.

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