SmartLivingNEXT

Künstliche Intelligenz für nachhaltige Lebens- und Wohnumgebungen.

Künstliche Intelligenz für nachhaltige Lebens- und Wohnumgebungen 

Künstliche Intelligenz lässt sich in allen denkbaren Bereichen und Szenarien gewinnbringend einsetzen. Einen Meilenstein für die Entwicklung KI-basierter Services im Bereich Smart Living setzt das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Technologieprogramm „SmartLivingNEXT – Künstliche Intelligenz für nachhaltige Lebens- und Wohnumgebungen“. Als das Herzstück für die Entwicklung vielfältiger Smart Living-Anwendungen im Rahmen des Programms ist im September 2023 das Projekt ForeSightNEXT gestartet.

Materna ist hier ein Kernpartner und schafft gemeinsam mit sieben weiteren Konsortialpartnern die technischen, gesetzlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für den sicheren und vertrauenswürdigen Datenaustausch im Bereich Smart Living. Über einen sogenannten Föderalen Datenraum, der auf einer souveränen Cloud-Infrastruktur aufsetzt, können sich alle relevanten Stakeholder vernetzen, um intelligente Services für energieeffizientes und nachhaltiges Wohnen zu entwickeln.  

Die Daten der Beteiligten – wie Wohnungsunternehmen, Gebäude- und Energiewirtschaft und Hersteller von Smart Living Lösungen – werden system- und herstellerübergreifend nutzbar gemacht. Digitale Einwilligungs- und Zugriffsoptionen garantieren dabei die Datenhoheit der Dateneigentümer technisch gesehen. Unsere Expert:innen bringen unter anderem ihre Erfahrungen aus verschiedenen Kundenprojekten im Mobilitätsbereich und Gaia-X-Initiativen ein, um vielfältige Mehrwerte im Wohn- und Gebäudebereich zu ermöglichen. 

Kickoff des Projekts: ForeSightNEXT. Materna ist Kernpartner des Projekts und schafft gemeinsam mit sieben weiteren Konsortialpartnern die technischen, gesetzlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für den sicheren und vertrauenswürdigen Datenaustausch im Bereich Smart Living.

Klimafreundliche KI-Lösungen zur Wärmeplanung im Wohn- und Gebäudebereich

Seit dem Kickoff im September 2023 ist das Projekt ForeSightNEXT schon gut vorangeschritten und die Cloud-Infrastruktur steht bereits. Diese technische Infrastruktur ist die Voraussetzung, um bereits zum Ende dieses Jahres einen Prototyp des Datenraums zu erstellen und erste Datenquellen exemplarisch anzubinden.  

Parallel wird in einem Teilprojekt ein Energieeffizienzdatenportal zur gebäudeübergreifenden Energieeffizienz- und Wärmeplanung entwickelt. Über den Datenraum werden in dem Portal erstmals reale Verbrauchsdaten mit Daten zur Gebäudesubstanz zusammengeführt, um insbesondere Maßnahmen im Rahmen der Wärmeplanung hinsichtlich tatsächlich zu erwartender Einsparpotenziale bewerten zu können. Das Prognosesystem kann künftig beispielsweise Wohnungs- und Immobilienunternehmen bei Investitionsentscheidungen helfen. Auch für Planungsprozesse und politische Entscheidungen von Bund und Ländern hinsichtlich der Wärmeplanung lassen sich die neu gewonnenen Daten heranziehen.   

Angedacht sind auch nutzerfreundliche Lösungen, mit deren Hilfe sich individuelle Energieverbräuche und Kosten vorausschauend überwachen und Einsparpotenziale automatisiert ableiten lassen. Mobile Apps können Bewohner:innen bei der intelligenten Steuerung ihres Strom- und Wärmebedarfs helfen. Sobald die technische Plattform ab dem kommenden Jahr sukzessive auf mehrere Satellitenprojekte des BMWK-Technologieprogramms SmartLivingNEXT zur Erprobung ausgerollt wird, können weitere innovative KI-basierte Services und Anwendungen im Wohngebäudebereich geplant werden.  

Mit Künstlicher Intelligenz den Pflegedienst vereinfachen  

Es gibt aus dem Leitprojekt heraus bereits Ideen, bei denen digitale Dienste auf Basis des neu entwickelten Datenraums auch im Bereich der häuslichen Pflege und Gesundheitsversorgung, der Wohnsicherheit und des Wohnkomforts unterstützen. Im Bereich Ambient Assisted Living könnten automatisierte Alarme oder der Zugang zum Wohnbereich über ein digitales Türschloss schnellere Hilfe in Notsituationen ermöglichen. Der Data Space kann Betreibern von Datenplattformen für Pflegedienste dazu dienen, Notfälle schneller zu erkennen. So kann zum Beispiel eine deutliche Abweichung von der Tagesroutine bei der Benutzung elektrischer Geräte ein Hinweis darauf sein, dass ein Notfall vorliegt. Stromverbrauchsdaten, die zuvor über einen längeren Zeitraum gemessen und mithilfe von KI analysiert werden, sollen die Voraussetzungen für derartige Services schaffen. 

In den kommenden drei Jahren werden vielfältige Use Cases entwickelt und erprobt – wir dürfen gespannt sein auf die Ergebnisse.   

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